Die Martin Luther Gemeinde


In der letzten GEMEINDEzeitung hatten wir berichtet, dass es Beschwerden über unsere Glocken gibt und Sie um Ihre Meinung zu diesem Thema gebeten. Wir freuen uns, dass wir einige Leserbriefe bekommen haben. Aus Platzgründen können wir diese Lesermeinungen in der aktuellen Ausgabe nicht veröffentlichen. Da wir sie unseren Leser*innen jedoch nicht vorenthalten möchten, werden wir das in der kommenden Ausgabe nachholen.

Und falls Sie sich wundern, dass es keine Neuigkeiten aus dem GKR gibt: Der GKR hatte im August seine alljährliche Sommerpause.

Anfang September waren wir dann auf GKR-Freizeit, aber der Termin war zu knapp, um bereits darüber berichten zu können.

Auch das also erwartet Sie in der kommenden GEMEINDEzeitung.


Brauchen wir noch Glocken?

 

Eine Nachbarin unserer Kirche fühlt sich durch den Stundenschlag unserer Turmuhr und das Läuten zum Gottesdienst oder am Mittag und Abend sehr gestört. Nun wird berichtet, sie sammle sogar Unterschriften für ein Verstummen der Glocken. Dabei haben wir unsere Turmuhr schon vor vielen Jahren so umgebaut, dass sie von 22 bis 7 Uhr nicht schlägt – im Gegensatz zur Neuköllner

Rathaus-Uhr, die die ganze Nacht hindurch tönt. Doch in einer Stadt, in der Christinnen und Christen schon eine Minderheit sind, fühlen sich mehr und mehr Menschen durch das Läuten gestört. Sollen wir deshalb die Glocken still legen? Was meinen Sie?

 

Schreiben Sie uns bitte Ihre Meinung an Redaktion

 

GEMEINDEzeitung,

Fuldastraße 50, 12045 Berlin oder an

info@martin-luther-neukoelln.de.

 

Ralf Nordhauß


Unsere Orgel ist zu retten

 

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Zwei Berliner Orgelbaubetriebe haben uns angeboten, unsere lädierte Orgel wieder zum Tönen zu bringen. Etwa 100.000 € soll das kosten, viel Geld, das wir noch nicht haben, aber vermutlich preiswerter als die Beschaffung einer anderen Orgel, zu der uns von

anderen Fachleuten geraten wurde. Doch der GKR liebt die Orgel und möchte sie gern erhalten. Nun gilt es, mit fachkundiger Unterstützung zu entscheiden, welches Angebot wir annehmen. Vor der Auftragserteilung müssen wir aber noch die Finanzierung stemmen – und das, obwohl wir derzeit noch für unseren Eigenanteil an den Kosten der Turmsanierung sammeln und auf viele Spenden und

Erbschaften hoffen. Also: Auf „Rettet den Turm“ folgt „Rettet die Orgel“.


Der Strom kommt aus der Steckdose

 

So auch in unserem Gemeindehaus, aber schon seit langem nachhaltig produziert und ohne Atomstrom. Ab jetzt werden wir jedoch von LichtBlick beliefert: umweltfreundlich wie bisher, aber noch um Einiges billiger als bei unserem bisherigen Versorger. Das können Sie nachmachen: Mehr Informationen finden Sie unter www.lichtblick.de. 


Neue Stühle, aber fehlende Achtsamkeit

 

Mit dem Gemeindekirchgeld 2018 konnten wir die Polsterbezüge unserer Kirchenstühle neu beziehen. Doch nun zeigt sich leider, dass manche unserer Besucher ziemlich achtlos mit den Polstern umgehen, ihre Kinder darauf turnen lassen oder unter den Stühlen Kaugummis entsorgen. Fünf andere

christliche Gemeinden nutzen unser Haus und die Kirche für ihre Gottesdienste und Veranstaltungen und jeden Mittwoch warten im Kirchraum mehr als 100 Menschen auf die Lebensmittelausgabe von Laib und Seele. Deshalb hat sich der Gemeindekirchenrat entschlossen, die neu bezogenen Stühle nach dem Gottesdienst am Sonntag aus der Kirche zu räumen und an einigen Wochentagen durch die robusten, aber weniger komfortablen Klappstühle zu ersetzen. Ermöglicht wird das durch unsere fleißigen

MAE-Mitarbeitenden, die diese Mühe auf sich nehmen. Ihnen – und den ehrlichen Kirchgeldzahlern, denen wir die neuen Polster zu verdanken haben – sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!


Neue Hoffnung für unsere Orgel

 

Nach manchen düsteren Prognosen zum unrettbaren Zustand unserer Orgel (wie in der letzten Ausgabe der GEMEINDEzeitung berichtet) atmen wir nun auf. Neue Gutachter meinen, dass das große

Instrument aus den 50er Jahren sehr wohl zu reparieren und noch lange zu nutzen sei. Jetzt wird ein

Konzept erarbeitet, welche Erneuerungsarbeiten kurzfristig erfolgen müssen und was wir auf zukünftige

Jahre verschieben können, wenn das notwendige Geld gesammelt werden konnte.


Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

 

Unser Gemeindehaus hat täglich viele Besucher. Möglich machen das die ehrenamtlich Mitarbeitenden – zusammen mit den verbliebenen fünf beruflichen Mitarbeitenden der Gemeinde. Manche engagieren

sich schon über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg bei uns. Wie zum Beispiel Hannelore Bock, die gute Fee für alle Feste, die Seniorengruppe und die Altarblumen. Einige Mitarbeitende sind jedoch alt geworden, die Aufgaben gehen über ihre Kräfte, so dass sie ihr „Amt“ aufgeben müssen. Nicht überall

wachsen genügend jüngere Mitarbeitende nach. So wird auch der große Basar am 1. Advent eine immer größere Herausforderung für die verbliebenen Mitarbeitenden. Der Gemeindekirchenrat sieht das Problem: Wer einen Beruf hat, wird heute oft mehr gefordert als früher und hat weniger Zeit für Anderes. Frauen ohne Job, die sich nur um Kinder, Küche und Kirche kümmern, werden immer seltener. Und: Viele Menschen engagieren sich gern für einen begrenzten Zeitraum, möchten sich aber nicht mehr

dauerhaft binden. Wie können wir angesichts dieser Veränderungen weiterhin ein attraktiver Ort für

Menschen sein, die sich freiwillig und ohne Honorar engagieren wollen? Müssen wir am Profil unserer Gemeinde etwas ändern? Darüber will der GKR im neuen Jahr einmal ganz grundsätzlich beraten, wahrscheinlich an gesonderten Wochenend - Terminen, um für diese wichtige Frage mehr Zeit zu haben.


Der Turm wackelt wieder

 

Der am 5. Oktober über Berlin tobende Sturm „Xavier“ hat einige Dachziegel auf die Fuldastraße geweht, und die haben leider ein Auto beschädigt. Deshalb musste das Dach schnell repariert werden, obwohl es doch im Zuge der großen Sanierungsmaßnahme ohnehin völlig neu gedeckt werden muss. Aber die Förderbescheide des Landesdenkmalamtes lassen noch immer auf sich warten obwohl wir durch unsere Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey und den Neuköllner Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu immer wieder tatkräftige Unterstützung erfahren. Wir hoffen und harren… 


Flecken über Flecken

 

Bis 1999 waren lange Gottesdienste und Aufführungen stets mit Schmerzen verbunden: Unsere alten Kirchenstühle waren ungepolstert und im Winter kalt. Dann konnten wir – dank vieler Spender, deren Namen auf den Lehnen zu lesen sind – neue Stühle mit einem angenehmen, warmen Sitzpolster

kaufen. Doch nach 18 Jahren sind die Polster sehr verschmutzt, und sie lassen sich nicht mehr

erfolgreich reinigen. Leider hat der Hersteller die Produktion eingestellt. Nun suchen wir einen Polsterer, der die vorhandenen Kissen neu bezieht. Weil das – bei rund 150 Stühlen – nicht ganz billig sein wird, erwägen wir, unsere Kirchgeldzahler zu bitten, ihr Kirchgeld 2018 dafür zu spenden. – Um Kirchgeld

werden jedes Jahr jene Gemeindemitglieder gebeten, die, als Arbeitsuchende oder Rentner, keine Kirchensteuer zahlen müssen. Unsere alten Stühle kann man übrigens jetzt noch in manch Brandenburger Dorfkirche finden, wo sie – als Ergänzung der ebenso harten Kirchenbänke – gute Dienste leisten. 


Neue Beleuchtung im Kirchsaal

 

Sicher haben Sie es schon gemerkt, irgendetwas in anders im Kirchraum. Das stimmt, er strahlt mehr. Das liegt zum Einen daran, dass wir ihn im Sommer neu gestrichen haben und die Wände wieder in sauberen Weiß leuchten. Zum Anderen daran, dass wir neue, besondere Scheinwerfer angebracht

haben, die mit ihrem schönen, weichen Licht nun die Kreuze, den Altar und das Altarbild sehr angenehm ausleuchten. Dass wir dies tun konnten, verdanken wir unserem verstorbenen Gemeindemitglied Ingeburg Treptow, die unserer Gemeinde zur Ausgestaltung des Kirchraums testamentarisch eine sehr großzügige Summe vermacht hat.

 

Wir werden sie sehr dankbar in Erinnerung behalten.

 

Anja Siebert-Bright