Die Martin Luther Gemeinde


In der letzten GEMEINDEzeitung hatten wir berichtet, dass es Beschwerden über unsere Glocken gibt und Sie um Ihre Meinung zu diesem Thema gebeten. Wir freuen uns, dass wir einige Leserbriefe bekommen haben. Aus Platzgründen können wir diese Lesermeinungen in der aktuellen Ausgabe nicht veröffentlichen. Da wir sie unseren Leser*innen jedoch nicht vorenthalten möchten, werden wir das in der kommenden Ausgabe nachholen.

Und falls Sie sich wundern, dass es keine Neuigkeiten aus dem GKR gibt: Der GKR hatte im August seine alljährliche Sommerpause.

Anfang September 2019 waren wir dann auf GKR-Freizeit, aber der Termin war zu knapp, um bereits darüber berichten zu können.

Auch das also erwartet Sie in der kommenden GEMEINDEzeitung.



Brauchen wir noch Glocken?

 

Eine Nachbarin unserer Kirche fühlt sich durch den Stundenschlag unserer Turmuhr und das Läuten zum Gottesdienst oder am Mittag und Abend sehr gestört. Nun wird berichtet, sie sammle sogar Unterschriften für ein Verstummen der Glocken. Dabei haben wir unsere Turmuhr schon vor vielen Jahren so umgebaut, dass sie von 22 bis 7 Uhr nicht schlägt – im Gegensatz zur Neuköllner

Rathaus-Uhr, die die ganze Nacht hindurch tönt. Doch in einer Stadt, in der Christinnen und Christen schon eine Minderheit sind, fühlen sich mehr und mehr Menschen durch das Läuten gestört. Sollen wir deshalb die Glocken still legen? Was meinen Sie?

 

Schreiben Sie uns bitte Ihre Meinung an Redaktion

 

GEMEINDEzeitung,

Fuldastraße 50, 12045 Berlin oder an

info@martin-luther-neukoelln.de.

 

Ralf Nordhauß


Unsere Orgel ist zu retten

 

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Zwei Berliner Orgelbaubetriebe haben uns angeboten, unsere lädierte Orgel wieder zum Tönen zu bringen. Etwa 100.000 € soll das kosten, viel Geld, das wir noch nicht haben, aber vermutlich preiswerter als die Beschaffung einer anderen Orgel, zu der uns von

anderen Fachleuten geraten wurde. Doch der GKR liebt die Orgel und möchte sie gern erhalten. Nun gilt es, mit fachkundiger Unterstützung zu entscheiden, welches Angebot wir annehmen. Vor der Auftragserteilung müssen wir aber noch die Finanzierung stemmen – und das, obwohl wir derzeit noch für unseren Eigenanteil an den Kosten der Turmsanierung sammeln und auf viele Spenden und

Erbschaften hoffen. Also: Auf „Rettet den Turm“ folgt „Rettet die Orgel“.


Der Strom kommt aus der Steckdose

 

So auch in unserem Gemeindehaus, aber schon seit langem nachhaltig produziert und ohne Atomstrom. Ab jetzt werden wir jedoch von LichtBlick beliefert: umweltfreundlich wie bisher, aber noch um Einiges billiger als bei unserem bisherigen Versorger. Das können Sie nachmachen: Mehr Informationen finden Sie unter www.lichtblick.de. 


Neue Stühle, aber fehlende Achtsamkeit

 

Mit dem Gemeindekirchgeld 2018 konnten wir die Polsterbezüge unserer Kirchenstühle neu beziehen. Doch nun zeigt sich leider, dass manche unserer Besucher*innen ziemlich achtlos mit den Polstern umgehen, ihre Kinder darauf turnen lassen oder unter den Stühlen Kaugummis entsorgen. Fünf andere

christliche Gemeinden nutzen unser Haus und die Kirche für ihre Gottesdienste und Veranstaltungen und jeden Mittwoch warten im Kirchraum mehr als 100 Menschen auf die Lebensmittelausgabe von Laib und Seele. Deshalb hat sich der Gemeindekirchenrat entschlossen, die neu bezogenen Stühle nach dem Gottesdienst am Sonntag aus der Kirche zu räumen und an einigen Wochentagen durch die robusten, aber weniger komfortablen Klappstühle zu ersetzen. Ermöglicht wird das durch unsere fleißigen

MAE-Mitarbeitenden, die diese Mühe auf sich nehmen. Ihnen – und den ehrlichen Kirchgeldzahlern, denen wir die neuen Polster zu verdanken haben – sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!


Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

 

Unser Gemeindehaus hat täglich viele Besucher. Möglich machen das die ehrenamtlich Mitarbeitenden – zusammen mit den verbliebenen fünf beruflichen Mitarbeitenden der Gemeinde. Manche engagieren

sich schon über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg bei uns. Wie zum Beispiel Hannelore Bock, die gute Fee für alle Feste, die Seniorengruppe und die Altarblumen. Einige Mitarbeitende sind jedoch alt geworden, die Aufgaben gehen über ihre Kräfte, so dass sie ihr „Amt“ aufgeben müssen. Nicht überall

wachsen genügend jüngere Mitarbeitende nach. So wird auch der große Basar am 1. Advent eine immer größere Herausforderung für die verbliebenen Mitarbeitenden. Der Gemeindekirchenrat sieht das Problem: Wer einen Beruf hat, wird heute oft mehr gefordert als früher und hat weniger Zeit für Anderes. Frauen ohne Job, die sich nur um Kinder, Küche und Kirche kümmern, werden immer seltener. Und: Viele Menschen engagieren sich gern für einen begrenzten Zeitraum, möchten sich aber nicht mehr

dauerhaft binden. Wie können wir angesichts dieser Veränderungen weiterhin ein attraktiver Ort für

Menschen sein, die sich freiwillig und ohne Honorar engagieren wollen? Müssen wir am Profil unserer Gemeinde etwas ändern? Darüber will der GKR im neuen Jahr einmal ganz grundsätzlich beraten, wahrscheinlich an gesonderten Wochenend - Terminen, um für diese wichtige Frage mehr Zeit zu haben.