Gemeindekirchenrat

Der Gemeindekirchenrat ist das leitende Gremium der Gemeinde. Alle wichtigen Fragen werden hier diskutiert, alle wichtigen Entscheidungen werden hier getroffen.

 

Dem Gemeindekirchenrat gehören 10 gewählte Mitglieder an. Hinzu kommen die Pfarrerin und der Pfarrer als so genannte "geborene" Mitglieder und  eine wechselnde Anzahl von so genannten "Ersatzältesten", die aber auch unter bestimmten Bedingungen stimmberechtigt sind.

 

Alle drei Jahre scheidet die Hälfte der Mitglieder aus und muss neu gewählt werden. Das hört sich alles ziemlich trocken an. Aber bei unseren Sitzungen, die in der Regel an jedem 2. Mittwoch eines Monats um 18:30 Uhr mit einem gemeinsamen kleinen Abendessen beginnen, gibt es viel zu berichten, viel zu erzählen und auch viel zu lachen. Manche Mitglieder gehören dem Gemeindekirchenrat schon mehr als 35 Jahre an und haben noch immer Spaß daran.

 

Älteste:

 

Norbert Busse

Sven Hennig

Dr. Harald Iber

Monika Krauth  (Vorsitzende)    Mail: monika.krauth@mlg-neukoelln.de

Ralf Nordhauß

Kirsten Reiber

Christine Schreiber

Carola Thumm-Soehle

Volker Weber

 

Ersatzälteste:

Klaus Kreutz

 

Geborene Mitglieder:

Pfarrer Alexander Pabst


Das wird ein bewegtes Jahr

Was den Gemeindekirchenrat beschäftigt

 

 

Auf dem Weg zur neuen Kirchengemeinde Martin-Luther-Genezareth Eine Premiere gab es im August: Zum ersten Mal tagten der Gemeindekirchenrat der Martin-Luther-Gemeinde gemeinsam mit

dem Bevollmächtigtenausschuss der Genezarethgemeinde. In der Fuldastraße wurden die frühere Pfarrerin von Martin Luther und jetzige Vorsitzende des BVA Genezareth, Anja Siebert-Bright, die frühere GKR-Vorsitzende Ute Gartzke, Pfarrerin Christine Radziwill, Pfarrer Reinhard Kees, Manfred Schäbbicke

und Jürgen Schoolmann begrüßt. Auf der Tagesordnung stand das gegenseitige Kennenlernen, der Zeitplan der Fusion und die bis dahin notwendigen organisatorischen Schritte. 

 

Wegen der Gründung der neuen Gemeinde muss, wie schon in der letzten GEMEINDEzeitung angekündigt, der Gemeindekirchenrat neu gewählt werden. Beide „Alt-Gemeinden“ haben gemeinsam beschlossen, dass der neue GKR aus den derzeit zwei Pfarrpersonen sowie zehn Ältesten bestehen soll. Hinzu kommen noch sechs Ersatzälteste, die bei Verhinderung der ordentlichen Mitglieder Stimmrecht haben sollen. Alle

15 Menschen, die sich Ihrer Wahl stellen, werden auf den Seiten 10 bis 13 in Wort und Bild vorgestellt.

Zum Wahlsonntag wurde der 1. November 2020 bestimmt, also dem Tag, an dem die neue Gemeinde entsteht. Das soll in einem festlichen Gottesdienst um 10 Uhr in der Martin-Luther-Kirche gefeiert werden. Im Anschluss an den Gottesdienst ist das Wahllokal in der Fuldastraße von 11 bis 14 Uhr; in der Genezareth-Kirche von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Am Herrfurthplatz werden die Stimmen dann auch öffentlich ausgezählt. Wie bei früheren Wahlen können Sie auch per Brief wählen, wenn Sie uns über Ihren Wunsch rechtzeitig nach Erhalt der Mitteilung Ihrer Wahlberechtigung informieren. Die Amtszeit des neuen GKR wurde auf fünf Jahre festgelegt, währt also bis 2025. Die Einführung der neu gewählten Ältesten soll am 15. November 2020 im Gottesdienst in der Genezarethkirche erfolgen.

 

Die neue Gemeinde wird – neben den mehr als 100 ehrenamtlich Mitarbeitenden – insgesamt zwölf beruflich Mitarbeitende haben (die Mitarbeiter*innen der Kindertagesstätten sind hier nicht mitgezählt, weil sie beim Kitaverband Neukölln angestellt sind). Wer das neue Team bildet, lesen Sie in er nächsten Ausgabe. Damit Älteste und Mitarbeitende die gemeinsame Arbeit in der neuen Gemeinde mit Was den Gemeindekirchenrat beschäftigt Sorgfalt planen können, wurde eine gemeinsame Arbeitstagung am Wochenende vom 26. bis zum 28. Februar 2021 in Groß Väter See in der Schorfheide verabredet. Die Orgel in der Martin-Luther-Kirche wird, wenn Sie diese Zeilen lesen, gerade zerlegt; die Pfeifen lagern dann im Kirchraum. Für rund 120.000 € repariert die Firma Schuke aus Potsdam das gesamte Werk,

erneuert den Spieltisch und baut eine Setzeranlage ein. Diese Kosten sind leider noch nicht vollständig finanziert, so dass wir uns über weitere Spenden sehr freuen. 

 

Mehr als vierzig Mal hat die Martin-Luther-Gemeinde zu ihrem großen Basar am Ersten Advent eingeladen. In diesem Jahr steigt nun der erste Basar Martin-Luther-Genezareth in der Fuldastraße. Zu diesem sind jetzt auch Besucher*innen von jenseits der Hermannstraße eingeladen. Schon bisher war die Fülle in Kirche und Gemeindehaus manchmal atemberaubend. Wie soll das nun unter Virus-Bedingungen möglich sein, ohne die Gesundheit der Besucher zu gefährden? Darüber wurde in den letzten Wochen ausführlich beraten, ohne zu wissen, wie die Corona-Welt im Dezember aussehen wird. Lassen Sie sich überraschen: Zusammen mit der Wahlbenachrichtigung, die im November versandt wird, teilen wir Ihnen mit, wie der Basar 2020 gestaltet wird. 

 

Wie feiern wir in diesem Jahr Weihnachten, ohne dass die ganze Familie krank wird, fragen sich viele Menschen mit Verantwortungsbewusstsein. Wie können wir in diesem

Jahr zu den Weihnachtsgottesdiensten einladen, ohne dass wir ein „Super-Spreader-Event“ veranstalten, fragt sich der GKR Martin Luther. Mehr Gottesdienste als früher, Sitzen im Freien auf der Fuldastraße und auf dem Herrfurthplatz, Übertragung per Videostream, das sind einige Möglichkeiten.

Und: Sollte man sich verbindlich anmelden müssen, weil nur 70 Menschen in die Kirche So sieht das Siegel der neuen Gemeinde aus. passen? Können wir ausreichend lüften? In der nächsten Ausgabe der GEMEINDEzeitung erfahren Sie mehr. 

 

16 Jahre lang war Christiane Semrau zuverlässige und engagierte Küsterin der Martin-Luther-Gemeinde. Fünf Tage in der Woche war sie in unserem Gemeindebüro freundliche Ansprechpartnerin für alle, die in unser Haus strömten. Ob es nun um die Anmeldung einer Taufe ging, um die Anmietung eines Raumes oder Bitten um Hilfen, Christiane Semrau hatte immer ein offenes Ohr und vor allem Herz. Nun geht sie am 1. Dezember 2020 in den Ruhestand. Wir wünschen ihr ein erfülltes Rentnerinnen-Leben und eine lange Zeit, in der sie die neue Freiheit gesund und munter mit ihrem Mann genießen kann. Aus diesem Grund suchen wir nun zum 1. Dezember 2020 oder 1. Januar 2021 eine Küsterin oder einen Küster. Wenn Bewerber*innen eine Teilzeit-Beschäftigung bevorzugen, ist auch die Aufteilung der Stelle auf zwei Menschen möglich. Die Ausschreibung finden Sie in der GEMEINDEzeitung auf der Seite 16. 

 

Auch wenn der Turm in frischem Glanz strahlt, sind die Bauarbeiten in der Fuldastraße noch keineswegs abgeschlossen. Zu tun ist noch Folgendes: Nach drei heißen Sommern ist es unabdingbar, alle Fenster nach Süden, und das sind die zur Fuldastraße, mit einer Jalousie auszustatten. Die gab es bis zum Umbau 1970 auch, sie wurden damals jedoch leider als überflüssig ausgebaut. Nun müssen die neuen Jalousien den Vorgaben des Denkmalschutzes genügen, und das macht die Sache schwierig und teuer. Aber der Klimawandel hat eben seinen Preis. Alle Zäune zwischen den beiden Gartenhöfen und den Nachbargrundstücken sind baufällig und müssen erneuert werden. Die Bauarbeiten haben eine Wüste in dem kleinen Hof links von der Kirche hinterlassen. Diese Fläche der soll nun als Spielgarten für die Kleine Kita neu gestaltet werden. Kompliziert ist die denkmalgerechte Konstruktion des Außenfahrstuhls für Rollstuhlfahrer, damit diese von der Fuldastraße in Kirche und Gemeindehaus kommen können. Zum Glück wird die teure

Konstruktion durch die Aktion Mensch und den Kirchenkreis Neukölln gefördert. Die Fahnenmasten vor der Kirche lassen sich nicht mehr bewegen und auch nicht reparieren, sie müssen nun ersetzt werden.

 

Ralf Nordhauß (Martin-Luther-Gemeinde)